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Leder ist sehr robust und findet deshalb seine Verwendung überwiegend bei Wohntextilien und der Möbelherstellung, sowie im Interieurdesign von Fahrzeugen. In der Mode wird Leder meist für Ober- und Unterbekleidung verwendet. Accessoires werden ebenfalls aus Leder gefertigt, wie Handschuhe, Hüte und Stiefel.
Im Bereich Schmuck wird Leder meist als Kette, Band oder Reif verwendet. Lederschmuck ist in seinem Design dominant und solide. Der Lederschmuck kann aber auch, je nach Herstellungsart, elegant und modisch wirken.
Wir verwenden Leder in Kombination mit Glasanhängern und Glasperlen für unsere Schmuckstücke. Durch zusätzliche Schmuckteile aus 925er Silber, Gold, Edelsteinen oder Perlen wird der Lederschmuck vollendet.
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Lederschmuck besteht zum Hauptteil aus Leder, aber auch aus Kleinteilen aus 925er Silber und Gold. Kombiniert werden kann der Lederschmuck auch mit Glasperlen und Glasanhängern oder Edelsteinen und Perlen.
Bei Lederschmuck wird das Leder gedreht, gekordelt oder geflochten um bestimmte gestalterische Effekte zu erzielen. Meist wird dafür Glattleder oder Rauhleder (Velourleder) verwendet. Die Lederbänder sind entweder rund oder flach und werden in verschiedenen Stärken und Breiten verwendet.
Unser Lederschmuck entsteht in Handarbeit im eigenem Atelier und wird mit Elementen aus Glas, wie Glasperlen oder Glasanhänger, kombiniert. Jedes Stück ist ein Unikat, vom Entwurf bis zum fertigen Schmuckstück.
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Pflegehinweise für Leder und Lederschmuck |
Eine sachgemäße Lederpflege hat die Aufgabe, das Leder im Gebrauch möglichst lange mit seinen günstigen Eigenschaften zu erhalten. Um das Leder zu pflegen gibt es vorab einige Grundregeln.
- mit einer Imprägnierung vor der Benutzung ihrer Ledertextilien können sie diese vor Wasserflecken schützen. Imprägniermittel gibt es in jedem Textilfachhandel zu kaufen.
- Flecken, die durch Fett verursacht werden, können mit einem Tuch aus textiler Faser, das Sie zuvor mit warmem Wasser angefeuchtet haben, abwischt werden. Es wird von einer weiteren Behandlung abgeraten, wenn dies nicht gelingt. Das Fett wird im Laufe der Zeit ins Leder einziehen.
- mit einen angefeuchteten Tuch können Sie in der Regel trockenen Schmutz auf dem Leder entfernen. Vermeiden Sie feuchte Flecken auf dem Leder trocken zu reiben. Benutzen Sie besser ein saugfähiges Tuch, dass die Flüssigkeit auf dem Leder aufnimmt.
Die Lederpflegemittel werden in zwei Gruppen unterschieden, die mit Oberflächenwirkung und mit Tiefenwirkung.
Oberflächenwirkung Typische Pflegemittel mit Oberflächenwirkung sind Produkte, die die Lederoberfläche verschönern und vor Verunreinigungen schützen, wie zum Beispiel Schuhcreme oder Wachsemulsionen, die Lederware oder Schuhe pflegt.
Tiefenwirkung Lederöle und Fette, die zu den Lederpflegemitteln mit Tiefenwirkung gehören, erzielt bei dem Leder seine weiche und geschmeidige Beschaffenheit beizubehalten und die Verbesserung der Wasserdichte.
Die Pflege von Rauhleder (Wild – Velour – Nubukleder) Für diese Lederarten verwendet man keine Fette und Wachse, denn diese tendieren zum Verkleben der Oberfläche. Mit einer feinen Bürste oder auch Sandpapier bzw. Schleifvlies werden Rauhleder behandelt, um Schmutz oder speckige Stellen zu entfernen. Es empfiehlt sich eine Imprägnierung aus Sprühdosen.
Die Pflege von Nappaleder (glatte Oberfläche) Die Lederoberfläche sollte je nach Bedarf mit einem neutralen Waschmittel gereinigt werden, dabei darauf achten, dass man das Leder nicht durchfeuchtet. Das Leder wird nach dem Trocknen bei normaler Zimmertemperatur mit einer Lederpflegemilch eingecremt und mit einem Tuch nachpoliert.
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Geschichte von Leder und Lederschmuck |
Gegenstände aus Leder waren schon lange vor unserer Zeitrechnung in Ägypten, in Mesopotamien und bei den Israeliten in Gebrauch. Leder ist mit seiner Geschichte eng mit der menschlichen Entwicklung verbunden.
Die Erzeugung von Leder ist als ältestes Gewerbe der Menschheit bekannt, denn bereits die Urvölker wussten, dass durch das Einreiben von Fett die Tierhäute haltbar und weich gemacht werden und sie somit ihnen zur Bekleidung dienten. Doch nicht nur zur Bekleidung wurde das Leder verwendet. Die Menschen verfassten, lange bevor das geschriebene Alphabet erdacht wurde, einfache Zeichnungen oder eine Zeichensprache auf Häuten von Tieren, dem Leder.
Schon in der Antike trugen die Menschen Schmuck aus Leder. Sie befestigten Holzfiguren, Steine, aber auch Muscheln oder Schneckenhäuser an ihren Lederbändern. Das Leder wurde von den Römern als Zahlungsmittel benutzt. Die Sandalen eines Römers zeigten durch die Art und Qualität des Leders seine Zugehörigkeit zu einer Gesellschaftsschicht. In Rom wurde vor allem die Produktion von Leder durch eine Zunft der Leder - und Hautverkäufer geregelt.
Nachdem das römische Reich im Jahr 476 gestürzt wurde, übernimmt hinsichtlich der Lederherstellung und deren Handel Karl der Große die Gesetzgebung. Das relativ grob verarbeitete Leder stammte in dieser Zeit meist aus einem nahen Einzugsgebiet, obwohl Leder auch in einzelnen Fällen importiert wurde.
Als die Menschen feststellten, wie wichtig es ist, Gedanken und Wissen in Büchern festzuhalten, begannen sie auf Lederpergamenten zu schreiben, welche bequemer zu tragen und aufzubewahren sind als Steintafel.
Nur die Wohlhabenden konnten sich während des Mittelalters Schuhe, Mantel und Sattel aus Leder leisten. Nur auf eine kleine Gruppe in der Gesellschaft war das Lederhandwerk begrenzt. Die Ledergilde war eine geschlossene Gesellschaft, die streng das Wissen um ihre Kunst bewachte und von Vater zu Sohn weitergegeben wurde.
Leder ist einmalig, bis heute werden noch Lederaccessoires, Lederschmuck und Lederbekleidung hergestellt.
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Die Gerbung ist ein chemisches Verfahren, bei der rohe Haut dauerhaft haltbar gemacht wird. Die Haut würde ohne diese Gerbstoffe verfaulen oder steinhart werden.
Die Tierhaut, auch Rohware genannt, wird in gekühlten Räumen gelagert. Vor der Gerbung wird die Tierhaut in mehreren Stufen von Schmutz und Konservierungssalz gereinigt sowie Haare und Fettgewebe entfernt.
Für das Leder benötigt man nur eine ganz bestimmte Schicht der Haut – die Lederhaut. Diese Lederhaut ist dehnbar, reißfest und luftdurchlässig.
Die Lederhaut muss auf die notwendige Dicke gebracht werden. Die gereinigte Lederhaut kommt in ein zweites Bad aus Wasser, Salz und Säure, damit sich die Gerbstoffe besser verteilen können.
Dann startet der eigentliche Gerbprozess und die Gerbstoffe treten in Aktion. Die Tierhaut besteht aus einen dichten Geflecht feiner Faserbündel und Collagen die ineinander verschachtelt sind. Die Gerbstoffe dringen tief in die Fasern ein und bauen zwischen den Collagenmolekülen chemische Brücken auf. Dadurch werden die Fasern miteinander vernetzt, bekommen mehr Festigkeit und können auch nicht mehr verfaulen. Diese stabile und haltbare Konstruktion der verketteten Collagenmolekülen macht letztlich das Leder aus.
Die verschiedenen Gerbmittel
Früher bestanden die Gerbmittel noch aus pflanzlichen Gerbstoffen wie Extrakten von Baumrinden, Hölzern, Blättern oder Wurzeln. Dieser Gerbprozess wurde abgeschafft, weil er nicht wirtschaftlich war, denn ein Gerbprozess dauerte zwei Jahre und man benötigte sehr hohe Gerbstoffmengen. Heute benutzt man Mineralsalze und künstlich hergestellte Stoffe als Gerbmittel. Diese erledigen den Gerbprozess in nur 24 Stunden.
Nach der Gerbung ist das Leder noch längst nicht fertig. Das Leder wird mit Gerb- und Farbstoffen sowie Fettungsmitteln nachbehandelt um die gewünschte Weichheit, Farbe und Fülle zu erzielen. Zuletzt bekommt das Leder in der Zurichtung seinen modischen Schliff verpasst und zum Beispiel Oberflächenschutz.
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